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RINGELBLUMENSALBE selbstgemacht – das natürliche Heilmittel gegen Sonnenbrand und kleine Wehwehchen

29. Juni 2021

Britta sieht voller Freude ihre orangen Ringelblüten im Hochbeet leuchten. Erinnerungen an Kindheitstage kommen hoch, als die Mutter immer Ringelblumensalbe für allerlei Wehwehchen anrührte. Damals mit Schweineschmalz, das üblicherweise im bäuerlichen Haushalt zur Verfügung stand.

Über die Ringelblume an und für sich

Die Ringelblume ist eine Sommerblume, die während der heißen Jahreszeit und bis in den Herbst mit leuchtend orangen oder gelben Blüten erfreut. Die Wunderblume enthält Stoffe wie Saponine, Flavonoide, Carotinoide, Bitterstoffe und ätherische Öle.

Im Garten oder Hochbeet trägt sie aufgrund ihrer Wurzelausscheidungen dankenswerterweise zur Bodengesundheit bei.

Die Ringelblume und ihre heilenden Vorzüge

Die frischen Blütenblätter wirken grundsätzlich beruhigend sowie desinfizierend und eignen sich perfekt für Salben, welche die Wundheilung unterstützen.

Frische Blütenblätter eignen sich für Salben, welche die Wundheilung unterstützen – desinfizierend und abschwellende Wirkung. Hilfreich auch bei rissigen Händen, unter denen wir gerade in Zeiten von Gartenarbeit leiden, bei Ekzemen oder auch zur Pflege empfindlicher Babyhaut. Kleine Verletzungen, ein Sonnenbrand oder leichte Verbrennungen können ebenfalls mit Ringelblumensalbe gelindert werden.

Was liegt da näher, als einige Blüten zu opfern und sich eine handgemachte Ringelblumensalbe anzurühren! Zugegebenermaßen: Es braucht ein wenig Geduld und viel Zeit. Aber die Freude über eine selbstgemachte Salbe für die ganze Familie überwiegt!

Ringelblumensalbe – Rezept

Zuerst einmal wird ein Ölauszug hergestellt: Dafür füllt ihr zwei Handvoll Ringelblumenblütenblätter in ein Glas und übergießt diese mit 250 ml kalt gepresstem Pflanzenöl (Sonnenblumen oder Raps). Die Blütenblätter sollten zur Gänze mit Öl bedeckt sein.

Jetzt heißt es warten: Diesen Blütenölansatz lasst ihr etwa vier Wochen an einem dunklen, kühlen Ort stehen und schüttelt das Glas zwischendurch immer wieder durch. Meiner steht an einem Platz, wo ich regelmäßig vorbeikommen und ich im Vorbeigehen ein wenig rüttle.

Nach der langen Wartezeit könnt ihr den Ölauszug durch ein Baumwolltuch oder ein feines Sieb gießen und in eine dunkle, saubere Glasflasche füllen.

… oder gleich weiterverarbeiten: Ihr gebt das Ringelblumenölgemisch in einen kleinen Topf, den ihr in ein Wasserbad stellt. Dort lässt ihr das Ganze eine halbe Stunde bei leichter Wärme „arbeiten“. Falls ihr das Gemisch nicht gleich weiterverarbeiten möchtet, wieder in eine dunkle Glasflasche mit Verschluss geben.

Ansonsten geht es auch schon an … das Salbenmachen
Ihr erwärmt im Wasserbad 200 ml des Öls und gebt 25g Bienenwachs dazu, welches bei etwa 62 Grad C flüssig wird. Dann rührt ihr fleißig um, bis sich das Wachs vollständig aufgelöst hat, und nehmt den Topf vom Herd.

Für eine richtig schöne, homogene Salbe dürft ihr ruhig noch weiterrühren. Danach könnt ihr eure selbstgemachte Ringelblumensalbe in kleine, dunkle Schraubengläser füllen und bei Sonnenbrand, kleinen Wehwehchen & Co einsetzen. Die Ringelblumensalbe ist rund ein halbes Jahr haltbar.

Tipp: Ihr könnt statt Bienenwachs auch Sheabutter verwenden.

Fotos: Britta

 

 

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